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Gartenwerkstatt: Herbstwonne

SAMSTAG, 07. Oktober 2016 | 14:00-18:30 UHR

SinnVoll Gartenwerkstatt: Herbstwonne – Kürbisleckereien & Ökoweine aus Rheinhessen

Willkommen zur vergnüglichen Garten- und Genusszeit in Uelversheim.
Die Fülle des Herbstes mit allen Sinnen genießen ist unser Motto für diesen Nachmittag in Haus und Garten:
Wir schnippeln und kreieren ausgefallene und bewährte Kürbisrezepte mit verschiedenen Kürbissorten.
Am herbstlich gedeckten Tisch genießen wir das zubereitete Kürbismenü mit ausgewählten Ökoweinen. Dabei entdecken wir die Vielseitigkeit und Einsatzmöglichkeiten von Kürbis; herzhaft, sauer, exotisch und süß – alles geht!

Schenken Sie sich und ihren Freunden einen genussvollen Nachmittag zum Einstimmen auf die Herbstzeit.

Kosten: 45,00 €/Pers. inkl. Gartenführung, Weinprobe, Kürbis-Kräuter-Menü, Espresso + Rezepte.

 

Anmeldung noch möglich an : mknab@sinn-voll.com

Findet bei jedem Wetter statt.
Treffpunkt: Garten der Familie Knab, Uelversheim, Ulfridstr. 32, Parken an der Schule.

 

Stimmen dazu – von einer Teilnehmerin der Gartenwerksatt:
“…es hat soooooo gut getan, bei dir und Martin zu sein, den schönen Garten und die herzliche Atmosphäre zu genießen.
Mich hat der Nachmittag voll genährt, geerdet und in Leichtigkeit und Freude gebracht. Wie ist das geschehen? Eure Gastfreundschaft – Eure Freigiebigkeit – ich danke mit der Wärme meines Herzens. Und natürlich komme ich wieder”.

 


…schön aus der Reihe tanzen im Herbst!

Hans Kruppa empfiehlt uns sein Tagesprogramm:

Heute will ich

aus dem Rahmen fallen

und weich landen,

dann zu der Musik

in meinem Kopf

schön aus der Reihe tanzen,

mich zum Ausruhen

zwischen die Stühle setzen,

danach ein bischen gegen den Strom schwimmen,

unter allem Geschwätz wegtauchen

und am Ufer der Fantasie

so lange den Sonnenschein genießen,

bis dem Ernst des Lebens

das Lachen vergangen ist.

 


Sommergäste im Garten

Jetzt im Sommer duftet, blüht und summt es im Garten;
wer auf bienenfreundliche Stauden- und Wildpflanzenvielfalt gesetzt hat, wird mit vielen Sommergästen belohnt;
und was für eine Freude, diesem emsigen Treiben zuzuschauen  –
das ist Sommerglück pur!

Für jede Pflanze gibt es Liebhaber und Fans. Hier eine kleine Auswahl:

Biene mit Storchschnabel

Wildbienen auf Oregano

Schwebefliegen besuchen die Waldglockenblumen

ein flatternder Schwalbenschwanz auf Kartäusernelke


Wer mehr über Bienenfreundliche Gärten und Balkone wissen möchte findet hier Lesestoff und Anregungen:

Zum Bienenlexikon – Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten

Bienenfreundliche Pflanzen – bund-bremen

Liste – Der blühende Balkonkasten – Netzwerk blühende Landschaft

Beitrag über Bienenfreundliche Gärten im Sommer aus der Sendung querbeet – Hier gehts zum Beitrag


Gartenkalender 2018

Gärten in Rheinhessen als Kalender

Der neue Gartenkalender gibt wieder Einblick in Rheinhessische Gärten.

Die Fotografin Monika Heilecker-Winkler hat diesmal auch Motive aus dem Garten Knab verwendet – siehe Bild oben – “Alles wild”.

Tipp: Der Blog mit wunderschönen Fotos und Reportagen von Monika ist zum Verweilen schön  – www.country-living-in-the-city.de


Hier gehts zum Kalender:  Wifo-digital-Verlag


Gartenglück für Gruppen & Teams

Ab April beginnt die Gartensaison im “Wilden Garten” in Uelversheim. Einem Ort zum Wohlfühlen, mit Kräutern, Stauden, Rosen und einem Apfelbaum.
Als gute Gartenfee heiße ich die Gäste herzlich willkommen, zeige ihnen den Garten und verwöhne sie mit Essen, Wein & Kräutererlebnis in Verbindung mit den Jahreszeiten. Je nach Wunsch kann gewerkelt werden; z.B. Tisch-Deko aus dem Garten, Kräuter-Butter oder Rosen-Salz als Andenken zum Mitnehmen.

Gerne kreiere ich individuelle Gartenerlebnisse für Sie und ihre Freunde, Familie oder für Kollegen-Teams.
Zwischen 8 & 14 Personen ist die Idealgruppengröße für meine Gartenevents.
Kosten Pro Person: je nach Thema & Essen=  45,00 – 59,00 € Pauschalpreis mit allem drum und dran.
Bitte fragen Sie mich nach möglichen Terminen & geben Sie mir ihre Wünsche an.
Gerne berate ich Sie telefonisch und entwickle mit Ihnen das besondere Garten- & Genusserlebnis.
Meine jahreszeitlichen Themen in 2017 sind:

Kräuter kleinApril – Mitte Mai 2017 ; So schmeckt der Frühling!
Grüne Helden – 5 Weine 5 Kräuter

Die wichtigsten Frühlingskräuter, warum wir jetzt
Brennessel, Löwenzahn & Gänseblümchen essen sollten.

 

 

Rosenbutter SinnVollEnde Mai – Juli 2017;  Rosenliebe & Blütenpracht!
Rosige Zeiten – der Sommer ist Pink,
Essbare Blüten & Rosé Weine

Warum wir jetzt in Rosenblättern baden sollten.

 

 

Tagetes AprikosenfilouJuli bis August 2017:  So schmeckt der Sommer!
Sommerglück im Wilden Garten – Tafeln unterm Apfelbaum,
leichte Weine, leichte vegetarische Sommerküche – essbare Pflanzen & Blüten.

Schreiben Sie mir Ihre Wünsche  –  damit es ein besonderes Gartenvergnügen gibt.

 

 

IMG_6734Außerdem auch für größere Gruppen möglich:

*Gartenführung mit kleinem KräuterImbiss & Sektempfang.

*Gartenführung mit Kaffeetafel und selbst gebackenem Kuchen unterm Apfelbaum.
Preis auf Anfrage.
 
Ich freue mich auf viele Garten- und Genussfreunde,

herzlichst Ihre Marianne Knab
Kräuterpädagogin, Sommeliere & begeisterte Gartenfrau

 

 


Rosenmedizin

Buchtipp für Rosenfans:  So sanft heilt die Königin der Blumen.

Die Rose gilt in vielen Kulturen als Symbol für Schönheit und Liebe. Sie ist jedoch nicht nur eine oberflächliche Beauty-Queen, sondern punktet vor allem durch ihre inneren Werte, die schon seit jahrhunderten überliefert und von der pharmazeutischen Forschung immer mehr bestätigt werden;
Heilkräftige Inhaltsstoffe besänftigen das Herz, schenken der Haut Vitaliät und Spannkraft und stärken das Immunsystem. Rosenöl wirkt beruhigend auf die Seele und hilft bei Schlafstörungen oder Traurigkeit. Hagebutten sind heimische Vitamin C-Spender und in Wildhecken für uns leicht verfügbar.

Die besten Anwendungen bei 100 häufigen Beschwerden wurden jetzt im Mankau Verlag (ISBN 978-3-86374-349-9) veröffentlicht
und von drei Autoren zusammengetragen: Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg, Susanne Schütte & Kurt Ludwig Nübling.

Weitere Inhalte:

  • Das Wichtigste über die Geschichte und Anpflanzung der Rosen.
  • Rosenzubereitungen wie Rosentee, Rosenwasser & Rosenöl.
  • Heilrezepte und Extratipps für häufige Beschwerden.
  • Rezeptanregungen für die Rosenküche.

Ein Buch, das schon beim Lesen die Stimmung erhellt und der Königin der Blumen huldigt.

 


Wegleuchte & Muckefuck

WEGWARTE

Sie wartet und wartet am Vormittag
Und lauscht jedem einzelnen Glockenschlag.
Sie wartet an Straßen und Wegen
Und wartet bei Sonne und Regen.
Sie wartet auf zwölf Uhr in aller Ruh,
denn mittags – macht sie ihre Blüten zu.
Hannes Bosse

Seit letztem Jahr hat die Wegwarte mit ihren Blauen Sternenblüten einen festen Platz in meinem Garten.
Jetzt im Frühling können die jungen Blättchen gesammelt werden und unter den Salat gemischt ihre wohltuende Wirkung auf den Stoffwechsel entfalten (Anregend für Galle Leber & Verdauung).

Die Blaue Wegwarte (Cichorium intybus), auch Zichorie, Wegleuchte, Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte genannt, gehört zur Familie der Korbblütler und ist mehrjährig mit langem Wurzelstock. Diese heimische Wildpflanze wird bis zu 1,5 m hoch und wächst gerne am Wegrand. In früheren Zeiten wurde die Wegwarte als Heilkraut, Gemüse oder Kaffee- & Tabakersatz verwendet. Alle Teile der Pflanze sind milchsaftführend. Die Kulturformen der Wegwarte sind Chicorée, Zuckerhut, Radicchio und die Wurzelzichorie. 

Wegwarte grün

Logo RheinhessenquadratIn meinem Historischen Gartenquadrat der Rheinhessischen Gartenführer durfte die Wegwarte als heimisches Gartenkraut mit langer Geschichte nicht fehlen. Zusammen mit Schnittlauch, Baldrian, Ysop & Dost eroberte sich die Wegwarte schnell ihren Platz in der Mitte des Quadrats und genoss die Aufmerksamkeit der Gartenbesucher.
Weit hin sichtbar leuchteten die himmelblauten Blüten bis in den Sommer hinein und erfreuten Schwebfliegen und Insekten.

 

Kräuterquadrat

 

Anwendungsmöglichkeiten in der Küche:
Von der Wegwarte können Blätter, Stängel, Blüten & Wurzeln verwendet werden. Die Blätter werden nach der Blüte sehr bitter, ähnlich wie Wermut.

Blätter vor der Blüte: Die ersten zarten Blätter können in kleinen Mengen in Salate, Suppen, Gemüsegerichten oder Kräutersaucen eingesetzt werden oder als verdaungsfördernder Tee getrunken werden. Getrocknete Blätter wurden früher als Tabakersatz verwendet.

Stängel: Von April – Juli kann man die zarten Pflanzenstängel als Pfannengemüse dünsten.

Blüten: Die blauen Blüten sind essbar und ein Hingucker auf Salat, Brotaufstriche oder Kräuterquark.

Wurzeln: Die junge Wurzel kann wie Pastinake als Gemüse zubereitet werden. Oder man trocknet die Wurzel und röstet sie in einer Pfanne als Verwendung von Ersatzkaffee oder Muckefuck.

 

5f0623209ec1c75e0f43e0b28908d0d21816 – 2017 Rheinhessen – Wegwarte als “Muckefuck-Kaffee”

Namensherkunft „Muckefuck“:
Die blaue Wegwarte oder Zichorie war ab 1770 in fast aller Munde, denn aus ihren Pfahlwurzeln wurde Ersatzkaffee der sogenannte Muckefuck gebraut. Der Begriff kommt vermutlich aus dem französichen „Mocca faux“ für „falschen Kaffee“ oder ist eine Zusammensetzung der Wörter „Mucke“ für „braunen Holzmulm“ und „fuck“ von „faul“, wie Sprachwissenschaftlicher vermuten.
Für unser französisch geprägtes Rheinhessen ist es der Mocca faux – „natürlement“!

Zichorienkaffee, auch Landkaffee genannt, wird aus den Wurzeln der Gemeinen Wegwarte hergestellt. Die Verwendung als kaffeeähnliches Getränk setzte um 1680 in Mitteleuropa mit der Verbreitung von Bohnenkaffee ein, für den eine preisgünstige Alternative gesucht wurde. Die Wurzeln der Wegwarte wurden getrocknet, in einer Pfanne geröstet und dann gemahlen. Der Geschmack war ähnlich dem Bohnenkaffee und durch den Röstvorgang der Zichorie entstanden anregende Substanzen aus der Familie der Beta-Carboline. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Deutschland die erste Zichorienfabrik errichtet und nicht selten mengte man den billigeren Wurzelkaffee den teuren Bohnenkaffee bei. Aber der Durchbruch des Muckefucks  gelang, als zu Beginn des 19. Jahrhunderts Napoleon eine Kontinentalsperre einberufen ließ und die Mitteleuropäer einen schnellen und guten Ersatz für das beliebte heiße Getränk aus den exotischen Kaffeebohnen suchten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Ersatzkaffee oder auch Landkaffee genannt, zunehmend in Vergessenheit.
Heute gibt es vor allem im Naturkostladen wieder Alternativen in Form von Getreide- und Malzkaffee.

  • Quellen: Wikipedia
  • Die BLV Enzyklopädie der Heilpflanze von Andrew Chevallier
  • Essbare Wildpflanzen, S. Fleischhauer
 

Heiter im Februar

Sechs Dinge, die mich im Februar froh stimmen:


Zum Titelbild; wilder Feldsalat zwischen den Gartenstauden finden.

 

Nierstein Bergkirche

 

 

Spaziergang in den Weinbergen, bei Sonne besonders schön in Nierstein:
Parken an der Bergkirche, dann Rundgang Richtung Schwabsburg oder mit Rheinblick am Roten Hang entlang. 

 

Rebholzkörbe JasminPrächtige Pflanzkörbe aus Rebenholz binden; bei Jasmin Centner in Weisenheim/Pfalz ein Vergnügen und gar nicht so schwer, wenn Frau einen Rödler mit Draht zum Festzurren hat.

 

 Vinissima

Vinissima-Netzwerkkongress am Campus Geisenheim/Rheingau: Netzwerken, Klüngeln, Expertinnen kennen lernen, Riesling & Schaumwein trinken, Markenführung, Leichtweine & Verhandlungstools lernen. Im Vorfeld ein Kommunikationsspiel mit anderen Frauen entwickeln = Frauenpower pur!

 

FLY_zellertal-open-fr-sum-2017_L2-1

Mit den Winzern der Initiative “Zellertal open” den “OPEN FRIDAY” vorbereiten und PR & Kommunikation anschieben.  SAVE THE DATE!  www.zellertal-open.de

 

Radiccio

Bittere Salate essen: Radicchio, Chicoree, Vaters Zuckerhut  – die Bitterstoffe helfen gegen “Winterdepris”.
Der Trick ist die fruchtige Salatsoße:
Saft einer Orange, 1-2 Spritzer Zitrone, 1 Eßl. Feigen- oder Honigsenf, Salz, Pfeffer, 2 Eßl. Öl
gut verrühren + 1 Apfel oder 1 Birne klein schnippeln, Salat dazu mischen = mmhm. Sauer macht lustig!

 

 

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Das neue Buch über Heilende Labyrinthe von Monika Kirschke lesen und erkennen, dass es viele Möglichkeiten gibt die eigene Mitte zu finden.

 

 

 

Wird der Leben als Irrgarten betrachtet,
ist jeder Fehler ein unnötiger Umweg
und vergeudete Zeit.

Ist das Leben ein Labyrinth,
dann ist jeder Fehler ein Teil des Weges
und ein unerlässlicher Lehrmeister.
Gernot Candolini

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Buchsbaum adé – scheiden tut weh*

Seit drei, vier Jahren wütet die giftgrüne Raupe des Buchbaumzynslers in den immergrünen Büschen- und Buchsbaumhecken in Rheinhessen und hinterlässt kahle Gerippe. Bisher konnte ich dies mit Absammeln der Raupen und ohne schädliches Bienengift verhindern. Viele Besucher fragten mich nach Tipps und bewunderten das satte Grün in meinem Garten.

EndeBuchs 2 Juli war es dann dahin mit der grünen Pracht. Als ich nach 2 Wochen Sommerurlaub zurück kam, wimmelte es nur so von den giftgrünen Fressern;
Kaputulation – Ende Gelände – Keine Lust auf Dauerpatient – Buchs muss raus – Oh weh!

Tschüs mit Immergrün im Winter, natürliche Wühlmaussperre, Roseneinfassung mit Buchskugeln, bewährte Gartenstruktur – nach über 25 Jahren wird es jetzt Zeit, dass ich dem scheidenden und langlebigen Buchsbaum (kann bis zu 600 Jahre alt werden) eine kleine Ode widme.

Altes Kulturgut und Spiesser
Der Buchsbaum (buxus sempervirens) spielte eine gewichtige Rolle in der Gartenkunst. Die alten Ägypter und die Griechen kannten den Buchsbaum als magische Pflanze.  Die Römer nutzten ihn als Heckeneinfassung  oder Umrandung, um Ordnung und Raumgliederung zu schaffen. Als in den Gärten von Versailles die winterharte Pflanze als Beeteinfassung verwendet wurde, und so Macht und Machbarkeit der weltlichen Herrscher über die Natur bezeugte, gelang der Durchbruch.  In französischen und italienischen Schlossgärten der Renaissance wurden die niedrig geschnittenen Buchbaumhecken zum typischen Gestaltungselement. Vom mittelalterlichen Klostergarten bis hin zur Einfassung eines Bauerngartens war der Buchsbaum die erste Wahl für formale Beet- & Gartengestaltung.

Buchsbaum im Bauerngarten – Zitate:
„Die alten Germanen lieferten den Zaun, von den Römern stammt das Obst, die Mönche des Mittelalters sorgten für Heilkräuter und kreuzförmige Wege und der Adel steuerte den Buchsbaum bei – fertig war der Garten, dem die Bauern nur noch ihren Namen überlassen mussten: der alte Bauerngarten.“ Auf den Punkt gebracht von Hermann Kaiser in „Bauerngärten zwischen Weser und Ems“ (2001).

Zitat & Pflanzanleitung von Henriette Davidis 1859 – Der Küchen- und Blumengarten für Hausfrauen:
„Buchsbaum- die feinsten Einfassungen vorzüglich für kleinen Gärten.
…es ist gar nicht in Abrede zu stellen, daß Einfassungen der Beete mit Sauerampfer, Thymian, Schnittlauch u. dergl., besonders in Gärten großer Haushaltungen auf dem Lande, den größten Nutzen für Menschen und Vieh hervorbringen; zugleich werden sie den Boden am wenigsten ausmagern, sind auch leicht zu reinigen, ohne große Mühe und Kosten umzupflanzen und leicht auszubessern. Dennoch gibt man, der Schönheit und Bequemlichkeit wegen, mit Recht Einfassungen aus Buchsbaum den Vorzug.”

Buchsbaum als Sinnbild des Lebens
Die immergrünen Blätter galten als Sinnbild der treuen Liebe, der Hoffnung und des immerwährenden Lebens. Bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen trug man ein Sträußchen Buchs. Im Palmbuschen für Palmsonntag durfte der Buchs nicht fehlen. Nach der Weihe wurden die Zweige zu kleinen Kreuzen zusammen gebunden und auf Haus, Stall, Gehöft verteilt- als Segen & Bitte für reiche Ernte und Abwehr von Unglück.


Abschied & Ausblick

Schweren Herzens wurden bereits im Oktober drei Beete mit Buchsbaumeinfassung geräumt. Das vierte Beet ist am wenigsten befallen und darf noch ein bischen bleiben. Wie es im Garten Knab ohne Buchs weiter geht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
Das ist auch der Grund, warum wir den Garten im Sommer nicht öffnen und eine kleine Auszeit brauchen. Gut Ding will Weile haben.
Aber Frau Davidis deutet es schon an; “Schnittlauch & Thymian bringt Nutzen” die Gartenfrau folgt.
Buchs raus – Kräuter rein ist der Plan – das Frühjahr wird es bringen.

Wer den Buchs im Garten behalten will – gute Tipps vom BUND – HIER:thumb.php

Noch mehr Geschichte & Geschichten zum Buchsbaum – HIER:


Palmkohl im November

Sieht prächtig aus, ist aber leider nicht frostfest – Palmkohl, Schwarzkohl oder Toskanischer Kohl. Er ist einer der ältesten Blattkohle, gehört zur botanischen Familie der Kreuzblütler und gilt als Urpflanze von Wirsing und Rosenkohl. Jetzt im November bei den ersten Minusgraden muss er auf den Teller oder in den Smoothie;

Die zweijährige Pflanze Sorte Cavolo nero ist neu in meinem Garten und soll bis zu 3 Meter hoch werden. Ohne Dünger und etwas zu spät gesetzt ist die Pflanze bei mir grad mal Kniehoch gewachsen. Die krausen Blätter ähneln dem Wirsing, sind aber viel dunkler und bilden keinen Kopf. Im Geschmack ist er milder, sehr gesund und dazu noch dekorativ.
Ja und Rezepte?

Die traditionelle Gemüsesuppe Ribollita Toscana – mit Kohl, weißen Bohnen und trockenem Brot – hat mich bisher nicht zum Nachkochen inspiriert. Liegt wohl an den Bohnen…

Statt Petersilie im Frühstücksomlett, wenn etwas Grün fehlt;
Gerne nehme ich zwei fein geschnittenen Blätter (harter Blattstrunk entfernen) und brate sie zusammen mit Zwiebeln in Olivenöl an, Salz Pfeffer und Ei drüber, stocken lassen, etwas Parmesan. Fertig.

Pesto:
Kurz blanchiert und klein gehackt sind die Kohlblätter eine gute Grundlage für Pesto.
Mit gerösteten Walnüssen, Knoblauch, Olivenöl und Parmesan gemixt, eine schnelle Beilage zu Pasta, Pellkartoffeln oder als Dipp zur Gemüsesuppe.

Für einen grünen Smoothie:
werden 3-4 Palmkohlblätter (ohne Strunk), 1 Banane, 1 Apfel und 1 Mandarine gemixt.
Sehr gesund!

So jetzt hab ich Hunger bekommen – ab an den Herd und weitere Rezepte ausprobiert, bevor der Kohl im Garten erfriert.