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Das Rheinhessenquadrat – Gärten 1816/2016

2016 feiert die Region Rheinhessen ihr 200jähriges Jubiläum.
Zu diesem Anlass haben sich die Gartenführer und Gartenbesitzer etwas Besonderes ausgedacht: sie lassen das Jahr 1816 in die Gärten einziehen!

Logo RheinhessenquadratIm Projekt “Das Rheinhessenquadrat – Gärten 1816 -2016″ zeigen 40 Gärten historische Pflanzen aus dieser Zeit, in der es weder Kühlschrank noch Kunstdünger gab. Die Themen sind individuell und unterschiedlich, eingerahmt in einem Quadrat – dem Rheinhessenquadrat – wird dargestellt, wie das Leben vor 200 Jahren in Garten und Küche ausgesehen haben könnte. Was wurde angebaut? Welche Pflanzen haben bis heute noch Bestand und haben einen historischen Bezug?

 

 

Die Spurensuche ergab für Rheinhessen´s Gartenkultur zwei Persönlichkeiten,  die seit Jahrhunderten Einfluss auf Garten und Feld nahmen;

Kaiser Karl der Große (747 – 814) mit der Landgüterverordnung – Capitulare de villis vel curtis Imperii – (hier eine schöne Zusammenfassung)
Darin wird beschrieben, wie Dreifelderwirtschaft, Wein- und Gartenbau in den kaiserlich/staatlichen Gütern erfolgen sollte um die Versorgung des Kaisers und seiner Gefolgschaft zu sichern. In Rheinhessen war Ingelheim eine Kaiserpfalz und neben Aachen der bedeutendste Ort im damaligen Kaiserreich.

und

Hildegard von Bingen, die in Rheinhessen wirkte und mit ihren Schriften naturwissenschaftliche und heilkundige Werke hinterließ.

 

Rheinhessenquadrat im Garten Knab:

Der Garten ist mit Buchsbauch und alten Rosen gestaltet. Im Beet mit der meisten Sonneneinstrahlung stehen jetzt alte Würz- und Heilpflanzen.
Am Tag der offenen Gärten oder bei Gartenevents können die Kräuter und Rosen (Apothekerrose, Gallica Rosen, Wildrose, alte Duftrosen) entdeckt und beschnuppert werden.

Folgende Kräuter sind im Rheinhessenquadrat und außerhalb des Quadrats im Garten Knab vorhanden:

In der Mitte in einem alten Kelteraufsatz wachsen:
Ysop/Bienenkraut, Quendel/Feldthymian, Schnittlauch und Wegwarte/Chiccorie.

In weiteren vier Feldern befinden sich:
Andorn, Baldrian, Beifuß/Sonnwendkraut, Betonienkraut/Heilziest, Eberraute, Fenchel/Brotsamen, Knoblauch, Liebstöckel, Malve, Melisse, Mutterkraut, Petersilie, Ringelblume, Salbei, Weinraute, Wermut/Absinth,  Zitronenmelisse.

Außerhalb des Quadrats im Garten:
Alant, Beinwell/Wallwurz, Bohnenkraut, Gundelrebe, Habichtskraut, Kamille, Königskerze, Lungenkraut,  Meerrettich,  Schöllkraut.

Die Kräuter sind in der Landgüterverordnung und auch bei Hildegard von Bingen benannt. Über die Klostergärten fanden diese Pflanzen Einzug in die Gärten Rheinhessens.

Weitere Infos unter:

Zusammenfassung Landgüterverordnung Karl der Große:

Hildegard von Bingen/ Zusammenfassung Knab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Knoblauchsrauke

Irgendwann war sie da, die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) oder auch Lauchkraut oder als Lauchhederich bekannt.   Zwischen den gut gedüngten Rosen, fühlte sie sich wohl und wucherte üppig vor sich hin. Als ich dann das  “Unkraut”  genauer unter die Lupe, bzw. auf den Gaumen genommen habe, war das weitere Vorgehen klar; “kann bleiben – erst Umsiedeln und dann Aufessen”. Für mich und meinen “Wilden Garten” eine willkommenes Wildkraut für meine Kräuterküche. Am Gartenrand, im Halbschatten und zwischen den Hecken haben sich im Herbst ein paar Plätze für die Ansiedlung der 2-jährigen Pflanze gefunden. Jetzt im Februar ist es eine der ersten Frühlingsboten, die munter sprießen und die rundlich eingekerbten Blätter in Herzform zeigen. Später im Jahr verändern sich die Blätter zu gezackten und spitz zulaufenden Blattformen. Am besten erkennt ihr dann die Pflanze, wenn ihr die Blätter zwischen den Fingern zerreibt und es zart nach Knoblauch duftet.

 

190_Alliaria_officinalisHier ein kleiner Steckbrief und Erfahrungen aus dem letzten Jahr:
Höhe 20 -30 cm /
Häufiges Vorkommen an Gebüsch- und Wegrändern, Stickstoffanzeiger
Familie; Kreuzblütler; Blüte; weiß, Blütezeit: April bis Juni
Früchte; kleine längliche Schoten.
Inhaltsstoffe: Senfglykoside, Vitamin A, viel Vitamin C , Enzyme & Polyphenole.
Die nachhaltigste Anwendung der Knoblauchsrauke ist, sie frisch zu essen oder im grünen Smoothie zu trinken gemischt mit anderen Kräutern und Obst.

Meine Kräuterküche:
Sowohl die Blätter, als auch die Blüten und die jungen Samenschoten finden bei mir Verwendung.
Der feine Knoblauchsgeschmack ist milder wie bei Knoblauch oder Bärlauch und hat eine pfeffrige und leicht krautigen Note. Die frischen Blätter machen sich wohl dosiert gut als Salatbeigabe, im Pesto und auch gekocht in Aufläufen und Suppen. Fein geschnitten peppt es auch Brotaufstriche oder Buttermischungen auf.

Alliaria-petiolata

Die weißen Blüten sind eine wunderbare Deko und wie alle Kreuzblütler eine herzhafte Leckerei mit pfeffrigem Senfgeschmack. Auch die kleinen scharfen Schötchen lohnen sich zu knabbern, aber am besten mit Butterbrot und wohl dosiert. Zwischen Juli und August sind die Samen ausgereift und können als Beigabe oder Ersatz für Senf verwendet werden.

Geschichte: Wer mehr wissen will über diese alte Pflanze und die Verwendung in früheren Zeiten findet hier mehr Lesestoff: Link zu prähistorische Gewürze/Spiegel 


Weißdorn

Herztropfen oder auf Rheinhessisch: “Karl mei Troppe!”IMG_6668

Auffallend üppig und einladend lachten mich dieses Jahr die Beeren des Weißdorns an. Dass dieser einheimische Strauch eine wertvolle Heilpflanze ist und hauptsächlich bei Herz- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt wird, ermunterte mich, daraus etwas zu machen. Zuerst hab ich die kleinen etwas mehlig schmeckenden Beeren nur genascht, immer eine Handvoll, sozusagen als Herzstärkung für unterwegs.  Die enthaltenen Flavonoide gelten als Antitoxisch und sollen die Blutgefäße erweitern und eine Zerstörung der Blutgefäße verlangsamen. Also ideal als Stärkung für unruhige Zeiten. Beherzt hab ich dann eine Flasche Wodka gekauft und die Beeren angesetzt. Was soll ich sagen, der rötlich-braune Likör ist sehr lecker geworden;  mit malziger Süße und einem leicht bitteren und holzigen Beerengeschmack. Es schmeckt nach mehr.
Der Winter kann kommen.

IMG_6790Hier das Rezept* für die “Herztropfen” aus Weißdorn:

Weißdornbeeren sammeln, waschen, abtropfen lassen und in Weckgläser einfüllen.
In jedes Glas 1/2 Stange Zimt, 2 Eßl. brauner Rohzucker und eine halbe Bio-Limetten mit Schale (in 2 Teilen) füllen.
Mit 45 % klarem Alkohol /Schnaps/Wodka auffüllen.
Verschliessen und 4 – 5 Wochen an der Fensterbank ruhen lassen.
Danach durch ein Stoffsieb filtern und in kleine Flaschen abfüllen.

Trink-Empfehlung:  Eigentlich immer wenn Dir der Spruch “Karl mei Troppe” als Stoßgebet einfällt. Nach dem Essen passt es gut, im Weihnachtstrubel und bei (oder vor) Familientreffen hilft es sicher auch. 

 

*Das Rezept stammt von der Buchautorin und Wildpflanzen-Expertin Coco Burckhard.
alles-aus-wildpflanzenDiese quirlige Kräuterhexe aus dem Allgäu habe ich in der Naturschule Freiburg erlebt.
Ihr umfangreiches Naturwissen und ihre praktischen Erfahrungen mit Wildpflanzen hat
sie in ihrem neuen Buch zusammen getragen.

Buchtipp für Weihnachten: 
Alles aus Wildpflanzen – kochen, heilen, färben, räuchern und mehr“ erschienen im Ulmer Verlag.
Mit Pflanzenportraits von 100 heimischen Wildpflanzen und ihre Verwendung in
Küche, Heilkunde, Handwerk und Brauchtum.
Ein schönes Geschenk für Naturfreunde. 

 

 

 


Kapuzinerkresse

Schmeckt, Schmückt und Wuchert! 

„Jedes Jahr eine neue Pflanze in dein Leben und deinen Garten einladen – aussähen, an verschiedenen Standorten pflanzen, beobachten, riechen, schmecken und verkosten“. Dieser bewährte Rat meiner Freundin und Botanikerin Kika alias Monika Peukert gebe ich an dieser Stelle gerne weiter. Letztes Jahr war es bei mir die Glockenblume, die in allen Formen und Arten in meinen Garten einzog und jetzt Bienen und Küche erfreut. Dieses Jahr ist es die Kapuzinerkresse Tropaeolum majorDer  Name “Kapuzinerkresse” leitet sich von den Blüten ab, die in ihrer Form an die Kapuzen von Mönchskutten erinnern.

Ende Mai hab ich die Samen im Topf mit etwa 2 cm Erde bedeckt ausgesäht und an verschiedenen Stellen im Garten gepflanzt. Die Pflanze sieht wunderschön aus, ist anspruchslos, gedeiht auch im Halbschatten und wuchert je nach Standort munter vor sich hin. Und das Beste daran, fast alle Teile der Kapuzinerkresse sind essbar; Blüten, Blätter, Knospen, Früchte und Samen. Der Geschmack der Kapuzinerkresse ist sehr intensiv pfeffrig und würzt so wie die Pflanze aussieht, auffällig und nicht zu überschmecken. Die dekorativen Blüten krönen seit Ende Juni Vorspeisen, Salate und Desserts. Neu entdeckt für meine Küche habe ich die Blätter der Kapuzinerkresse: Roh genascht noch im Garten, als Zutat für Kräuterquark und Kräuterbutter, als Beilage mit Ei, Kartoffeln & Meerettich-Frischkäse oder mit anderen Wildkräutern im Salat.

Fazit:  Das ist die Pflanze für Stadtbalkone und kleine Gärten! Anspruchslos, wächst im Topf, verträgt Halbschatten, rankt am Balkongeländer und kann bis Oktober geerntet werden.

Weinempfehlung: Zum würzig pfeffrigen Geschmack der Kapuzinerkresse passen je nach Beilagen, Weißburgunder, Riesling feinherb, Rosé oder Blanc de Noir Weine.

 

Kapuzinerkresse butterRezept: Kapuzinerkresse Butter

1 Hand voll Kapuzinerkresseblätter

10 + 5 Kapuzinerkresseblüten

250 g Butter

ein wenig Salz

Die Blätter und 10 Blüten fein schneiden und unter die geschlagene Butter geben. Mit etwas Salz würzen. 5 zerpflückte Kapuzinerkresseblüten auf Butterbrotpapier verstreuen und die Butter dazugeben und alles zu einer Rolle formen. Rund 1 Stunde im Kühlschrank festigen lassen und in Scheiben schneiden.
Die schöne Maserung und die grün-orange Farbe macht gute Laune und ist ein Hingucker.   Der pfeffrig-würzige Geschmack der Butter passt hervorragend als Beilage zu Suppen, Vorspeisen oder einfach solo zu Brot.

Kapuzinerkresse als Heilpflanze:

In alten europäischen Kräuterbüchern der Frühzeit und des Mittelalters wird die Kapuzinerkresse aufgrund ihrer amerikanischen Herkunft nicht erwähnt. Spanische Überlieferungen zu Beginn der frühen Neuzeit liefern jedoch Hinweise, dass die Pflanze als Heilkraut bereits bei den Inka weit verbreitet gewesen ist.

Die Kapuzinerkresse war Arzneipflanze des Jahres 2013 und hat in der Naturheilkunde recht große Bedeutung. Die Heilwirkung der Pflanze ist u.a. an den antibiotischen, antiviralen und antimykotischen Eigenschaften begründet, die vor allem durch die enthaltenden Senfölglykoside hervorgerufen wird. Heute kommt die Heilpflanze in der Naturmedizin vor allem für die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten und entzündlichen Prozessen zum Einsatz.

Kappuzinerkresse lachs

 


13. + 14. Juni: Offener Garten zur Rosenzeit

Einladung zum Tag der offenen Gärten  – eine Initiative der Gartenführer Rheinhessen.

Uelversheim: Gleich drei verschiedene Gartenparadiese öffnen die Gartenpforten am kommenden Wochenende in Uelversheim:
In der Zeit von 10.00 – 18.00 Uhr können Garten- und Genussfreunde in privaten Gärten wandeln und Inspiration und Anregung für das eigene grüne Reich oder Balkonien holen.
Für Besucher lohnt sich ein Rundgang zu Fuss. Vielleicht stellen Sie ihr Auto am Friedhof oder an der Schule ab. Besuchen alle drei Gärten und schauen sich das schmucke Weindorf und die 8-eckige Kirche an. Natürlich gibt es in jedem Garten eine kleine Stärkung oder Kaffee & Kuchen.

Offene Uelversheimer Gärten:

Garten der Familie Knab, Ulfridstr. 32
Willkommen im “Wilden Garten”
Thema: Rosen, Kräuter, Ökowein – charmanter Landhaus & Naturgarten mit Holzhaus,  Veranda und großem Apfelbaum.
Das erwartet sie außerdem noch:
Rost-Skulpturen & Feuerkörbe von Metallkünstler Joachim Harbut aus Armsheim. www.harbut.de.
Herzhafte Leckereien zum Wein und verschiedene Ökoweine & Traubensaft vom Weingut Schönhals, www.weingut-schoenhals.de.
www.sinn-voll.com

Garten von Conni Pfeifer/ ArtDekoPfeifer, St. Martin-Str. 8a
Naturnaher Wohngarten mit originellen Dekoideen und Tonskulpturen
, lauschigen Sitzplätzen und zahlreichen Igelverstecken – sowie Arrangements mit Stauden und Blühpflanzen. 180 m².
Das erwartet sie außerdem noch: Verkauf von Dekoartikeln für drinnen und draußen im Laden. Kaffee und Kuchen, sowie Secco und Snacks.
www.art-deko-pfeifer.de

Garten der Familie Schenk/Vogel, Eisgasse 18
Wohngarten mit verschiedenen Beeten und Sitzgelegenheiten zum Entspannen. 500 m².
Das erwartet Sie außerdem noch:
Ausgefallene Deko für den Garten/Wohnen, ausgefallene Verköstigung (Süß und Herzhaft) und Getränke.
www.dekoundzierrat.de

Die Veranstaltung der Rheinhessischen Gartenführer findet in ganz Rheinhessen statt. Keine Anmeldung. Eintritt ist jeweils 1,00 €. Kinder frei. Weitere Infos unter: Rheinhessische Gartenführer.

Die Gartenbesitzer übernehmen keine Haftung für physische oder körperliche Schäden.

 


Rosen-Rausch

eine Rose ist eine Rose ist eine Rose

Ende Mai bis Mitte Juni ist in meinem Garten HochZeit – die Königin der Blumen hält Hof und verströmt ihren Duft.
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Damaszener Rosen, Englische Rosen und einmalblühende alte Rosen gesellen sich einvernehmlich auf kleinstem Raum.

Der Duft der Rose, ihre Schönheit, Vollkommenheit und Anmut faszinierte seit jeher die Menschen aller Kulturen und Religionen.
Sie ist das universelle Symbol für die göttliche und irdische Liebe. Aber auch für die Wiedersprüche des Lebens, für Tod, Vergänglichkeit & Wiedergeburt. Die Blume der Venus steht für Sinnlichkeit, Schönheit und war zu allen Zeiten Sinnbild oder Symbol für das ewig Weibliche und das Rad des Lebens. Die Rose erzählt auch von der Flüchtigkeit des menschlichen Glücks und erinnert uns an das Geheimnis des Lebens.

Wenn meine Rosen blühen,
bedarf es anderer Blumen nicht,

sie heiligt mein Gemüt,
und füllt mein Herz mit Licht.
Wie sollt da noch Platz für andere Blumen sein
Ein ganzer Rosengarten rankt in mich hinein.

Friedrich Schnack
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Oh, wer um alle Rosen wüßte,
die rings in stillen Gärten stehen
Oh wer um alle wüßte,
müßte wie im Rausch durchs Leben gehen.

Christian Morgenstern


Auf Biegen & Brechen – Rebenkränze binden

Frühling im Weinberg – Die Frischluftsaison für Gruppen & Teams hat begonnen.

Die Arbeit im Rhythmus der Jahreszeiten und das Weinbergs-Jahr des Winzers mit seinen vielfältigen Handarbeiten erfahren, ist für Gruppen & Teams im rheinhessischen Bio-Weingut Schönhals möglich.

Bei der Auftaktveranstaltung am 1. März Wochenende haben 10 Menschen die Frühjahrsarbeit in den Biebelnheimer Weinbergen kennen gelernt; Schneiden & Rausziehen der Gerten und das Biegen & Anbinden des neuen Fruchttriebs.  Wie zerbrechlich die Gerte beim “Neigen” ist und welch behutsamen Griff dazu gehört, die einzig verbliebene Rute zu biegen und anzubinden, erstaunte die Laienwinzer.

Nach dem stärkenden Mittagsmahl und Picknick im Freien mit weitem Blick auf das Dorf und die Reblandschaft ging es mit einem kreativen Angebot weiter.
Aus dem abgeschnittene Rebholz entstanden dekorative Skulpturen und Reben-Kränze. Bei der anschliessenden Weinprobe gab es zufriedene Gesichter und positive Rückmeldungen über diesen Erlebnistag im Weingut.

 Rebenkranz bindenFrühlingspicknick im Weinberg

 


Winterkraft

Innehalten

Tief Durchatmen

Still werden

Lauschen

Tief in dich rein

Ausatmen.

 

Zwischen den Zeiten

Rauhnächte

Heilige Nächte

Spüren

Schatten und Licht

Annahme.

 

Versöhnung und Abschied

Licht im Inneren finden

Danke sagen

Frei sein

Von Herzen schenken

Teilen.

 

Dezember/Weihnachten 2014
Marianne Knab

 


Nussknackerkekse mit Walnuss – Mandel – Karamell

Auf vielfachen Wunsch hier das beliebte Rezept für die Nussknackerkekse:
Abgewandelt aus essen&trinken

Teig:
250 gr. Butter zimerwarm
80 gr Puderzucker
1 Prise Salz
mit dem Knethaken verrühren

2 Eier  kurz unter arbeiten

500 gr. Mehl + 4 Eßl. kaltes Wasser
erst mit dem Knethaken, dann mit den Händen kneten.
Teig 2 Std. kalt stellen.

Danach auf ein gefettetes Backblech (40×30) ausrollen.
Mit der Gabel mehrmals einstechen im im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 15 – 17 Min. auf der untersten Schiene backen.

Belag vorbereiten:

120 gr. Walnusskerne grob gehackt
120 gr. Butter
80 gr. Honig
8 Eßl Schlagsahne
3 Eßl. Orangensaft
200 gr. Zucker
200 gr. Mandelstifte
150 gr. fruchtige Orangenmarmelade

Butter, Honig, Sahne, O-Saft und Zucker aufkochen. Mandeln und Walnüsse unterrühren. Erneut kurz aufkochen.

Den vorgebackenen Teig gleichmässig mit Marmelade bestreichen und die Mandelmasse darauf verteilen.
Weitere 13 – 15 Min. auf der 2. Schiene von unten backen.
In kleine Quadrate schneiden und geniessen.
Getrocknete Granatapfelkerne & Hanfsamen geben noch einen kleinen Kick.

Dazu passt perfekt eine Huxel Auslese vom Weingut Schönhals.


Walnüsse im November

Es war ein reiches Nussjahr, die Bäume hingen diesen Herbst so voll mit schwarzen ungenießbaren, aber auch mit guten Walnüssen. Schon beim Aufsammeln der Nüsse freue ich mich schon sehr auf diese jungen Kerne, die dann mit einem Glas Neuen Wein den Spätherbst einläuten. Die erste Handvoll war dann schnell geknackt und vernascht, aber die restlichen Nüsse lagen dann unterm Dach – luftig und trocken – und liegen immer noch…

Meinen Wunsch nach geknackten Nusskernen hat dann meine Mama im Badischen Forchheim vernommen. Mit einer soliden Nachbarschaftsaktion mit zwei rüstigen Rentnern die sammelten, einer Freundin und mehreren Runden Kaffee/Kuchen&Wein schaffte sie die Fleissarbeit und überraschte mich mit obigen Walnüssen: “Das war wie früher, wir saßen zusammen, erzählten und knackten nebenher die Nüsse” so meine Mama. Mit dem Hinweis, dass ein reiches Nussjahr auch ein “Bubenjahr” ist  “gibt es viele Nüsse, kommen viele Jungs oder Buben auf die Welt” bekam ich die Kiste mit gut sortierten Kernen überreicht. Die Kerne haben mich so angelacht, dass ich gleich auf die Suche nach Rezepten, Gedichten und Wissenswertem zur Walnuss gegangen bin:

Walnussbäume gehören zu den ältesten bekannten Bäumen
Schon die Römer und die Kelten sollen die einhäusige Walnuss (Juglans regia) als Symbol der Fruchtbarkeit wertgeschätzt haben. Ein Walnussbaum kann eine Höhe von 20 – 25 Metern erreichen und über 150 Jahre alt werden. Der Ernteertrag beträgt bis zu 150 kg pro Jahr.

Auch noch gelesen – WalnussBaum & Meditation;
Walnussbäume sind gut für Menschen, die zu sehr nach außen orientiert sind – dieser Baum richtet die Wahrnehmung nach innen, wir lernen durch ihn, zu uns selbst zu kommen. Wenn wir Entscheidungsschwierigkeiten haben, hilft es, mit einem Walnussbaum zu meditieren.
Wenn das mal keine Botschaft für mich ist!

Volksrätsel – das auf die Baumgestalt im Wechsel der Jahreszeiten hinweist.
(aus D. LAUDERT 2003: Mythos Baum, BLV München)

Zur schönen warmen Sommerzeit
da trage ich ein grünes Kleid.
Doch wenn erst kommt der Herbst daher,
trag’ ich das grüne Kleid nicht mehr.
Ich trage dann ein Kleid von Stein,
ein Hammerschlag dringt kaum hinein.
Und kommt die liebe Weihnachtszeit,
so trag’ ich gar ein golden Kleid.
Das zieht mir dann das Kindchen aus
und isst mich selbst zum Weihnachtsschmaus.

Herz - Walnuss

Welch ein guter Rat!
Das sagt die heutige Wissenschaft dazu;
Walnüsse sind gesunde Alleskönner schmecken lecker und haben es in sich:
Es gibt viele Gründe öfter mal eine Handvoll Walnüsse zu knabbern.

Sie enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren als Fisch.
Laut einer Pilotstudie der Marshall University sind Walnüsse eine der wichtigsten pflanzlichen Quellen für Antioxidantien, denen eine große Rolle bei der Bekämpfung von schweren Erkrankungen wie Krebs oder Arteriosklerose zugeschrieben wird. Außerdem senkt eine Ernährung ergänzt durch Walnüsse das Gesamtcholesterin und vor allem das “schlechte” LDL-Cholesterin. Damit lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten verringern. Besonders überraschend dabei war, dass die Walnuss essenden Studienteilnehmer nicht zunahmen, trotz des hohen Fettgehalts der Nüsse. Im Gegenteil, manchmal nahmen sie sogar etwas ab.

Zudem erhalten 100 Gramm Walnusskerne 7,5 Gramm der wichtigen alpha-Linolensäure. Dazu sind die Nusskerne reich an Zink (einem wichtigen Spurenelement unter anderem für Leber und Haare) und Kalium (fürs Herz), außerdem enthält sie Magnesium, Phosphor, Eisen, Kalzium und die Vitamine A, B1, B2, B3, C, E und Pantothensäure.

Selbst geerntete Nüsse halten sich an einem kühlen Ort in luftdurchlässigen Netzen etwa ein Jahr.

 

Das musste jetzt noch sein:
Redewendungen rund um die Walnuss:

– “Er/Sie hat eine harte Nuss zu knacken”.

– “Taube Nuss und hohler Zahn ist wie junges Weib und alter Mann.”

– “Die schönste Nuss hat oft einen faulen Kern.”

– “Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht.”