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Rosenmedizin

Buchtipp für Rosenfans:  So sanft heilt die Königin der Blumen.

Die Rose gilt in vielen Kulturen als Symbol für Schönheit und Liebe. Sie ist jedoch nicht nur eine oberflächliche Beauty-Queen, sondern punktet vor allem durch ihre inneren Werte, die schon seit jahrhunderten überliefert und von der pharmazeutischen Forschung immer mehr bestätigt werden;
Heilkräftige Inhaltsstoffe besänftigen das Herz, schenken der Haut Vitaliät und Spannkraft und stärken das Immunsystem. Rosenöl wirkt beruhigend auf die Seele und hilft bei Schlafstörungen oder Traurigkeit. Hagebutten sind heimische Vitamin C-Spender und in Wildhecken für uns leicht verfügbar.

Die besten Anwendungen bei 100 häufigen Beschwerden wurden jetzt im Mankau Verlag (ISBN 978-3-86374-349-9) veröffentlicht
und von drei Autoren zusammengetragen: Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg, Susanne Schütte & Kurt Ludwig Nübling.

Weitere Inhalte:

  • Das Wichtigste über die Geschichte und Anpflanzung der Rosen.
  • Rosenzubereitungen wie Rosentee, Rosenwasser & Rosenöl.
  • Heilrezepte und Extratipps für häufige Beschwerden.
  • Rezeptanregungen für die Rosenküche.

Ein Buch, das schon beim Lesen die Stimmung erhellt und der Königin der Blumen huldigt.

 


Wegleuchte & Muckefuck

WEGWARTE

Sie wartet und wartet am Vormittag
Und lauscht jedem einzelnen Glockenschlag.
Sie wartet an Straßen und Wegen
Und wartet bei Sonne und Regen.
Sie wartet auf zwölf Uhr in aller Ruh,
denn mittags – macht sie ihre Blüten zu.
Hannes Bosse

Seit letztem Jahr hat die Wegwarte mit ihren Blauen Sternenblüten einen festen Platz in meinem Garten.
Jetzt im Frühling können die jungen Blättchen gesammelt werden und unter den Salat gemischt ihre wohltuende Wirkung auf den Stoffwechsel entfalten (Anregend für Galle Leber & Verdauung).

Die Blaue Wegwarte (Cichorium intybus), auch Zichorie, Wegleuchte, Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte genannt, gehört zur Familie der Korbblütler und ist mehrjährig mit langem Wurzelstock. Diese heimische Wildpflanze wird bis zu 1,5 m hoch und wächst gerne am Wegrand. In früheren Zeiten wurde die Wegwarte als Heilkraut, Gemüse oder Kaffee- & Tabakersatz verwendet. Alle Teile der Pflanze sind milchsaftführend. Die Kulturformen der Wegwarte sind Chicorée, Zuckerhut, Radicchio und die Wurzelzichorie. 

Wegwarte grün

Logo RheinhessenquadratIn meinem Historischen Gartenquadrat der Rheinhessischen Gartenführer durfte die Wegwarte als heimisches Gartenkraut mit langer Geschichte nicht fehlen. Zusammen mit Schnittlauch, Baldrian, Ysop & Dost eroberte sich die Wegwarte schnell ihren Platz in der Mitte des Quadrats und genoss die Aufmerksamkeit der Gartenbesucher.
Weit hin sichtbar leuchteten die himmelblauten Blüten bis in den Sommer hinein und erfreuten Schwebfliegen und Insekten.

 

Kräuterquadrat

 

Anwendungsmöglichkeiten in der Küche:
Von der Wegwarte können Blätter, Stängel, Blüten & Wurzeln verwendet werden. Die Blätter werden nach der Blüte sehr bitter, ähnlich wie Wermut.

Blätter vor der Blüte: Die ersten zarten Blätter können in kleinen Mengen in Salate, Suppen, Gemüsegerichten oder Kräutersaucen eingesetzt werden oder als verdaungsfördernder Tee getrunken werden. Getrocknete Blätter wurden früher als Tabakersatz verwendet.

Stängel: Von April – Juli kann man die zarten Pflanzenstängel als Pfannengemüse dünsten.

Blüten: Die blauen Blüten sind essbar und ein Hingucker auf Salat, Brotaufstriche oder Kräuterquark.

Wurzeln: Die junge Wurzel kann wie Pastinake als Gemüse zubereitet werden. Oder man trocknet die Wurzel und röstet sie in einer Pfanne als Verwendung von Ersatzkaffee oder Muckefuck.

 

5f0623209ec1c75e0f43e0b28908d0d21816 – 2017 Rheinhessen – Wegwarte als “Muckefuck-Kaffee”

Namensherkunft „Muckefuck“:
Die blaue Wegwarte oder Zichorie war ab 1770 in fast aller Munde, denn aus ihren Pfahlwurzeln wurde Ersatzkaffee der sogenannte Muckefuck gebraut. Der Begriff kommt vermutlich aus dem französichen „Mocca faux“ für „falschen Kaffee“ oder ist eine Zusammensetzung der Wörter „Mucke“ für „braunen Holzmulm“ und „fuck“ von „faul“, wie Sprachwissenschaftlicher vermuten.
Für unser französisch geprägtes Rheinhessen ist es der Mocca faux – „natürlement“!

Zichorienkaffee, auch Landkaffee genannt, wird aus den Wurzeln der Gemeinen Wegwarte hergestellt. Die Verwendung als kaffeeähnliches Getränk setzte um 1680 in Mitteleuropa mit der Verbreitung von Bohnenkaffee ein, für den eine preisgünstige Alternative gesucht wurde. Die Wurzeln der Wegwarte wurden getrocknet, in einer Pfanne geröstet und dann gemahlen. Der Geschmack war ähnlich dem Bohnenkaffee und durch den Röstvorgang der Zichorie entstanden anregende Substanzen aus der Familie der Beta-Carboline. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Deutschland die erste Zichorienfabrik errichtet und nicht selten mengte man den billigeren Wurzelkaffee den teuren Bohnenkaffee bei. Aber der Durchbruch des Muckefucks  gelang, als zu Beginn des 19. Jahrhunderts Napoleon eine Kontinentalsperre einberufen ließ und die Mitteleuropäer einen schnellen und guten Ersatz für das beliebte heiße Getränk aus den exotischen Kaffeebohnen suchten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Ersatzkaffee oder auch Landkaffee genannt, zunehmend in Vergessenheit.
Heute gibt es vor allem im Naturkostladen wieder Alternativen in Form von Getreide- und Malzkaffee.

  • Quellen: Wikipedia
  • Die BLV Enzyklopädie der Heilpflanze von Andrew Chevallier
  • Essbare Wildpflanzen, S. Fleischhauer
 

Heiter im Februar

Sechs Dinge, die mich im Februar froh stimmen:


Zum Titelbild; wilder Feldsalat zwischen den Gartenstauden finden.

 

Nierstein Bergkirche

 

 

Spaziergang in den Weinbergen, bei Sonne besonders schön in Nierstein:
Parken an der Bergkirche, dann Rundgang Richtung Schwabsburg oder mit Rheinblick am Roten Hang entlang. 

 

Rebholzkörbe JasminPrächtige Pflanzkörbe aus Rebenholz binden; bei Jasmin Centner in Weisenheim/Pfalz ein Vergnügen und gar nicht so schwer, wenn Frau einen Rödler mit Draht zum Festzurren hat.

 

 Vinissima

Vinissima-Netzwerkkongress am Campus Geisenheim/Rheingau: Netzwerken, Klüngeln, Expertinnen kennen lernen, Riesling & Schaumwein trinken, Markenführung, Leichtweine & Verhandlungstools lernen. Im Vorfeld ein Kommunikationsspiel mit anderen Frauen entwickeln = Frauenpower pur!

 

FLY_zellertal-open-fr-sum-2017_L2-1

Mit den Winzern der Initiative “Zellertal open” den “OPEN FRIDAY” vorbereiten und PR & Kommunikation anschieben.  SAVE THE DATE!  www.zellertal-open.de

 

Radiccio

Bittere Salate essen: Radicchio, Chicoree, Vaters Zuckerhut  – die Bitterstoffe helfen gegen “Winterdepris”.
Der Trick ist die fruchtige Salatsoße:
Saft einer Orange, 1-2 Spritzer Zitrone, 1 Eßl. Feigen- oder Honigsenf, Salz, Pfeffer, 2 Eßl. Öl
gut verrühren + 1 Apfel oder 1 Birne klein schnippeln, Salat dazu mischen = mmhm. Sauer macht lustig!

 

 

1241_osc_002

Das neue Buch über Heilende Labyrinthe von Monika Kirschke lesen und erkennen, dass es viele Möglichkeiten gibt die eigene Mitte zu finden.

 

 

 

Wird der Leben als Irrgarten betrachtet,
ist jeder Fehler ein unnötiger Umweg
und vergeudete Zeit.

Ist das Leben ein Labyrinth,
dann ist jeder Fehler ein Teil des Weges
und ein unerlässlicher Lehrmeister.
Gernot Candolini

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Fitnessgärtner; GreenGym im Park

Ja, ich bin eine Netzwerkerin, und wenn ich Menschen wie Norber Nähr begegne, die etwas sinnvolles in die Welt bringen,  dann teile ich das gerne mit Euch. Diesmal geht es um eine Idee aus England, die in Hamburger Grünanlagen erfolgreich umgesetzt wird und Menschen unterschiedlichster Herkunft verbindet; Greengym – Parkpflege & Gymnastik in öffentlichen Parks als Natur- und Gemeinschaftserlebnis. Was in Hamburg schon in vier Stadtteilen läuft könnte auch in Rhein-Main umgesetzt werden. Na dann, auf gehts!

Begegnung mit Norbert Nähr, Gründer und Vorstand von heilende Stadt e.V. (Hamburg)
und Motor der “GreenGym-Bewegung”

Norbert-NaehrWas sind die wichtigsten Ziele & eure Beweggründe?

Unser Alltag hat sich – besonders in den Städten – in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Er ist heute geprägt durch ruhelose Tätigkeit, eine Entfremdung von der Natur und der Suche nach Sinn. Mit unserer Vision der heilenden Stadt wollen wir dem Trend etwas entgegen setzen. Wir haben uns gefragt: Wie sehen Städte aus, die der Heilung von Körper Geist und Seele dienen, statt uns krank zu machen.

Die Motivation unserer Mitglieder ist dabei sehr unterschiedlich. Viele arbeiten in heilenden Berufen oder sie haben selbst Krisen durch Überlastung erlebt. Ich selbst praktiziere seit mehr als 20 Jahren KungFu. Mein Anliegen ist, die in Asien übliche gemeinsame (spirituelle) Praxis im öffentlichen Raum – von der Mediation bis zur Bewegungskunst – auch bei uns in die Parks zu tragen. Bei unseren Angeboten geht es immer darum, uns wieder mit dem Lebendigen zu verbinden, mit der Natur, mit anderen Menschen in der Gemeinschaft und nicht zuletzt mit unserer inneren Natur.

Worauf bist du stolz – was habt ihr realisiert?

Wir sind glücklich, dass wir in Hamburg in kurzer Zeit vier GreenGym-Gruppen aufbauen konnten. Bei dem wöchentlichen, kostenlosen Angebot treffen sich z.T. sehr unterschiedliche Menschen, um gemeinsam den Park zu pflegen in Verbindung mit einem sanften Bewegungsangebot und Achtsamkeitsübungen. Die Grundidee ist: Man tut zugleich etwas Gutes für sich und für die Allgemeinheit.

Als gemeinnütziger Träger schaffen wir mit öffentlicher Förderung, z.B. aus der Stadtteilentwicklung, in zwei Jahren die nötigen Strukturen, damit die Gruppen das Angebot selbst in ehrenamtlicher Arbeit langfristig weiter führen können. Das funktioniert: In Großbritannien, wo GreenGym seit Ende der 1990er Jahre aufgebaut wird, gibt es mittlerweile knapp 50 aktive Bürgergruppen.

In 2017 bietet heilende Stadt zudem erstmals ein umfassendes Jahresprogramm an, u.a. mit Naturcamps im Stadtgrün zur Förderung des sinnlichen Naturkontaktes sowie mit jahreszeitlichen Ritualen, um uns den Wandel der äußeren und inneren Natur ins Bewusstsein rufen. Mit allen Aktiven wollen wir langsam eine Gemeinschaft aufbauen, die mittelfristig unsere Vision verwirklicht: einen heilgarten Hamburg, in dem viele heilenden Angebote an einem Ort gebündelt werden.

Was braucht es, um in einer Stadt wie Mainz oder Frankfurt GreenGym zu erwecken? 

Als Träger ist heilende Stadt berechtigt, in ganz Deutschland GreenGym-Gruppen nach dem englischen Vorbild aufzubauen. Es bräuchte eine Gruppe von Aktiven vor Ort, die das Projekt umsetzt. Wichtig ist, dass die kommunale Politik und Verwaltung das Vorhaben unterstützen, da alle Aktivitäten in öffentlichen Parks nur in enger Abstimmung mit den Grünämtern erfolgen können. Und es braucht eine öffentliche Anschubförderung für zwei Jahre, damit ein GreenGym professionell und verlässlich aufgebaut werden kann – von der Mobilisierung der Teilnehmer, über den Aufbau der Infrastruktur (Werkzeug-Depot etc.) bis zur Anleitung und Schulung der Teilenehmer.

heilende Stadt soll keine Hamburgensie bleiben. Wir freuen uns über jeden aktiven Mensch, der die Vision in einer anderen deutschen Stadt realisieren möchte und werden ihn dabei mit unserem Know-how und unseren Erfahrungen unterstützen.


heilende Stadt e.V. initiiert und realisiert seit 2013 gesundheits- und gemeinschaftsfördernde Projekte im Stadtgrün.
Info & Kontakt: heilende Stadt e.V.   20097 Hamburg,
Fon 040 432 08 300.
www.heilendestadt.de

 

 


Buchsbaum adé – scheiden tut weh*

Seit drei, vier Jahren wütet die giftgrüne Raupe des Buchbaumzynslers in den immergrünen Büschen- und Buchsbaumhecken in Rheinhessen und hinterlässt kahle Gerippe. Bisher konnte ich dies mit Absammeln der Raupen und ohne schädliches Bienengift verhindern. Viele Besucher fragten mich nach Tipps und bewunderten das satte Grün in meinem Garten.

EndeBuchs 2 Juli war es dann dahin mit der grünen Pracht. Als ich nach 2 Wochen Sommerurlaub zurück kam, wimmelte es nur so von den giftgrünen Fressern;
Kaputulation – Ende Gelände – Keine Lust auf Dauerpatient – Buchs muss raus – Oh weh!

Tschüs mit Immergrün im Winter, natürliche Wühlmaussperre, Roseneinfassung mit Buchskugeln, bewährte Gartenstruktur – nach über 25 Jahren wird es jetzt Zeit, dass ich dem scheidenden und langlebigen Buchsbaum (kann bis zu 600 Jahre alt werden) eine kleine Ode widme.

Altes Kulturgut und Spiesser
Der Buchsbaum (buxus sempervirens) spielte eine gewichtige Rolle in der Gartenkunst. Die alten Ägypter und die Griechen kannten den Buchsbaum als magische Pflanze.  Die Römer nutzten ihn als Heckeneinfassung  oder Umrandung, um Ordnung und Raumgliederung zu schaffen. Als in den Gärten von Versailles die winterharte Pflanze als Beeteinfassung verwendet wurde, und so Macht und Machbarkeit der weltlichen Herrscher über die Natur bezeugte, gelang der Durchbruch.  In französischen und italienischen Schlossgärten der Renaissance wurden die niedrig geschnittenen Buchbaumhecken zum typischen Gestaltungselement. Vom mittelalterlichen Klostergarten bis hin zur Einfassung eines Bauerngartens war der Buchsbaum die erste Wahl für formale Beet- & Gartengestaltung.

Buchsbaum im Bauerngarten – Zitate:
„Die alten Germanen lieferten den Zaun, von den Römern stammt das Obst, die Mönche des Mittelalters sorgten für Heilkräuter und kreuzförmige Wege und der Adel steuerte den Buchsbaum bei – fertig war der Garten, dem die Bauern nur noch ihren Namen überlassen mussten: der alte Bauerngarten.“ Auf den Punkt gebracht von Hermann Kaiser in „Bauerngärten zwischen Weser und Ems“ (2001).

Zitat & Pflanzanleitung von Henriette Davidis 1859 – Der Küchen- und Blumengarten für Hausfrauen:
„Buchsbaum- die feinsten Einfassungen vorzüglich für kleinen Gärten.
…es ist gar nicht in Abrede zu stellen, daß Einfassungen der Beete mit Sauerampfer, Thymian, Schnittlauch u. dergl., besonders in Gärten großer Haushaltungen auf dem Lande, den größten Nutzen für Menschen und Vieh hervorbringen; zugleich werden sie den Boden am wenigsten ausmagern, sind auch leicht zu reinigen, ohne große Mühe und Kosten umzupflanzen und leicht auszubessern. Dennoch gibt man, der Schönheit und Bequemlichkeit wegen, mit Recht Einfassungen aus Buchsbaum den Vorzug.”

Buchsbaum als Sinnbild des Lebens
Die immergrünen Blätter galten als Sinnbild der treuen Liebe, der Hoffnung und des immerwährenden Lebens. Bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen trug man ein Sträußchen Buchs. Im Palmbuschen für Palmsonntag durfte der Buchs nicht fehlen. Nach der Weihe wurden die Zweige zu kleinen Kreuzen zusammen gebunden und auf Haus, Stall, Gehöft verteilt- als Segen & Bitte für reiche Ernte und Abwehr von Unglück.


Abschied & Ausblick

Schweren Herzens wurden bereits im Oktober drei Beete mit Buchsbaumeinfassung geräumt. Das vierte Beet ist am wenigsten befallen und darf noch ein bischen bleiben. Wie es im Garten Knab ohne Buchs weiter geht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
Das ist auch der Grund, warum wir den Garten im Sommer nicht öffnen und eine kleine Auszeit brauchen. Gut Ding will Weile haben.
Aber Frau Davidis deutet es schon an; “Schnittlauch & Thymian bringt Nutzen” die Gartenfrau folgt.
Buchs raus – Kräuter rein ist der Plan – das Frühjahr wird es bringen.

Wer den Buchs im Garten behalten will – gute Tipps vom BUND – HIER:thumb.php

Noch mehr Geschichte & Geschichten zum Buchsbaum – HIER:


Gartenführer Rheinhessen – Ausblick 2017

Die Termine für das Jahr 2017 stehen fest. Ab April beginnt wieder das neue Gartenjahr und damit ein toller Reigen an Gartenveranstaltungen. Gut zu wissen wann die Rheinhessischen Gärten geöffnet sind:

Traditioneller Gartenmarkt der Gartenführer
23. April 2017, 11 – 17 Uhr
Ort: DLR Oppenheim

 

Tage der offenen Gärten und Höfe in Rheinhessen

13./14. Mai 201717./18. Juni 2017:  Garten Knab nicht geöffnet.
In verschiedenen Orten von Rheinhessen.

und
17. September 2017:  Garten Knab geöffnet.
10 – 18 Uhr.

Neu
Gärten in der Dämmerung – Die Blaue Stunde: Garten Knab geöffnet.
Freitag, 21. Juli 2017,  von 18 – 23 Uhr.

Adresse: Garten Familie Knab in der Ulfridstr. 32, 55278 Uelversheim
Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt.  Parken an der Schule .

 

AAA Logo GFDie Tage der Offenen Gärten und Höfe sind eine Initiative
der Gartenführer Rheinhessen. Weitere Infos:
www.offene-gaerten-rheinhessen.de
Öffnungszeit: 10 – 18 Uhr
Eintritt: 1 Euro pro Garten und Person.


* Himmlische Apfel-Weintorte *

Mein liebster festlicher Nachtisch, ideal zum Vorbereiten und einfach köstlich. 
Mit der weißen Sahnehaube und zartem Zimtgestöber sieht sie festlich aus; die Apfel-Weintorte.
So kanns gehen;
gemütlich am Freitag Abend backen, eine Nacht ruhen lassen und dann am 24. dick Sahne drauf, kühl stellen
und immer wenn an den Weihnachtstagen noch etwas Lust auf Nachtisch oder Süßes zum Espresso da ist, servieren.

Mein Tipp: Eine gereifte Riesling-Beerenauslese dazu macht die Weihnachtsfreude komplett.

Hier mein bewährtes Rezept:

Teig herstellen und kalt stellen:
300 g Mehl
150 g Butter
150 g Zucker
1 Vanillezucker (oder echte Vanille)
1 Ei
1 Päckchen Backpulver

Belag:
1 kg. Äpfel, geschält & in kleine Stücke geschnitten.
3/4 l. Weißwein (mein Favorit ist Riesling Rosenberg von Schönhals)
2 Päckchen Vanille Pudding Pulver
150 g. Zucker

Zubereitung:
Pudding + Zucker mischen mit etwas Wein kalt anrühren.
Restlichen Wein erhitzen, Pudding/Zucker Gemisch unter rühren und Weinpudding herstellen.
Die Apfelschnitze darunter heben.
leicht abkühlen lassen.

Inzwischen den Mürbteig in eine gefettete Backform geben.
Apfelbelag einfüllen und bei 180 Grad (Umluft) ca. 70 Min. backen.

Nach dem Abkühlen am nächsten Tag
gut 1/2 Liter geschlagene Sahne locker auf den Boden geben und mit dem Löffel kleine Wolken formen.
Mit etwas Zimt bestäuben und sich freuen.

 


Palmkohl im November

Sieht prächtig aus, ist aber leider nicht frostfest – Palmkohl, Schwarzkohl oder Toskanischer Kohl. Er ist einer der ältesten Blattkohle, gehört zur botanischen Familie der Kreuzblütler und gilt als Urpflanze von Wirsing und Rosenkohl. Jetzt im November bei den ersten Minusgraden muss er auf den Teller oder in den Smoothie;

Die zweijährige Pflanze Sorte Cavolo nero ist neu in meinem Garten und soll bis zu 3 Meter hoch werden. Ohne Dünger und etwas zu spät gesetzt ist die Pflanze bei mir grad mal Kniehoch gewachsen. Die krausen Blätter ähneln dem Wirsing, sind aber viel dunkler und bilden keinen Kopf. Im Geschmack ist er milder, sehr gesund und dazu noch dekorativ.
Ja und Rezepte?

Die traditionelle Gemüsesuppe Ribollita Toscana – mit Kohl, weißen Bohnen und trockenem Brot – hat mich bisher nicht zum Nachkochen inspiriert. Liegt wohl an den Bohnen…

Statt Petersilie im Frühstücksomlett, wenn etwas Grün fehlt;
Gerne nehme ich zwei fein geschnittenen Blätter (harter Blattstrunk entfernen) und brate sie zusammen mit Zwiebeln in Olivenöl an, Salz Pfeffer und Ei drüber, stocken lassen, etwas Parmesan. Fertig.

Pesto:
Kurz blanchiert und klein gehackt sind die Kohlblätter eine gute Grundlage für Pesto.
Mit gerösteten Walnüssen, Knoblauch, Olivenöl und Parmesan gemixt, eine schnelle Beilage zu Pasta, Pellkartoffeln oder als Dipp zur Gemüsesuppe.

Für einen grünen Smoothie:
werden 3-4 Palmkohlblätter (ohne Strunk), 1 Banane, 1 Apfel und 1 Mandarine gemixt.
Sehr gesund!

So jetzt hab ich Hunger bekommen – ab an den Herd und weitere Rezepte ausprobiert, bevor der Kohl im Garten erfriert.

 


Grüne Tomaten

Sie waren der Hit bei der letzten Chutney Gartenwerkstatt: Grüne Tomaten.  Ja, sie haben richtig gelesen, keine rosa angehauchten – nein, knackig grün und fest müssen sie sein, das gibt den besonderen Geschmack. Ich hoffe, Sie liebe Leser, haben die Tomaten noch nicht entsorgt; das werden sie in Zukunft mit diesem Rezept auch nicht mehr tun.  Also ran an die grünen Tomaten und rasch noch ein Chutney eingekocht.
Passt hervorragend zu Käse & Kartoffelgerichten.

Hier das Rezept:

Grüne Tomaten-Apfel-Ingwer Chutney

Zutaten für 5 Gläser á 250 ml.

600 gr. Säuerliche Äpfel

1 kg grüne Tomaten

1 kleines Glas Apfelsaft

2 cm klein geschnittene Ingwerwurzel

1 kg Gelierzucker 2:1

eventl. etwas Salz

Die geschälten und gewürfelten Apfelstücke zusammen mit dem Apfelsaft ca. 5-8 Minuten weich kochen.
Tomaten fein hacken und mit Ingwer und Zucker zur Apfelmasse geben und 2-3 Minuten köcheln lassen.
mit etwas Salz würzen, Gelierprobe machen, und heiß in Schraubgläser füllen.

 

 

 


Speierlingkochseminar mit der Botanikerin

Weil Sie so gut ist und sich besonders mit alten Sorten auskennt, habe ich spontan für alle “Speierlingfreunde” und die es noch werden wollen, ein besonderes Seminar mit Dipl. Biologin Monika Peukert in Frankfurt-Enkheim anzubieten:

Wann: 19.11.2016, 14-18 Uhr
Wo:     Äppelhäusi, Vereinshaus des Obst- und Gartenbauvereins Bergen-Enkheim, Riedstr. 19, Frankfurt-Enkheim.

Einladung zum Kochseminar mit der Speierlingsexpertin Monika J. Peukert

Der Speierling trägt seinen Namen ganz und gar zu Unrecht. Was nur wenige wissen: Er ist eine süße leckere Frucht mit unvergleichlichem Aroma. Wenn Sie den Speierling und seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten in süßen und pikanten Speisen kennenlernen möchten, dann haben Sie hier Gelegenheit dazu!

Das Seminar umfasst eine Einführung und einen praktischen Teil, wobei wir den Speierling in seinen unterschiedlichen Reifezuständen probieren und Nützliches zum Umgang mit der Frucht erfahren. Im praktischen Teil probieren wir verschiedene Verarbeitungstechniken und -geräte aus, bereiten verschiedene Speisen aus Speierling zu und verkosten sie gemeinsam. Außerdem lernen wir weitere Spezialitäten kennen, die eine längere Reifezeit brauchen. Freuen Sie sich auf ein wahrhaft exotisches Geschmackserlebnis mit einer Frucht, die so exotisch ist, dass sie (fast) keiner kennt!

Kostenbeitrag 39,-€/pro Person.
Zutaten und Kursmaterial sind im Teilnahmebeitrag enthalten.
Verbindliche Anmeldung bis 8.11.2016 bei Dipl.-Biol. Monika J. Peukert
mail:  monika.j.peukert@gmx.de.